Lesebericht „Und alle so yeah!“ von Rebecca Martin

Und alle so yeah!

Inhalt:
Der Roman „Und alle so YEAH!“ handelt von der 19-jährigen Protagonistin Elina, die nach dem überraschenden Erfolg ihres Debütromans Angst vor der eigenen und der Erwartungshaltung anderer an ihre Person hat. Darüber hinaus fürchtet sich, die der Zukunft ängstlich gegenüberstehende Elina, dem momentanen Stillstand ihres Lebens nicht entkommen zu können.
Nachdem die ihrem Leben pessimistisch gegenüberstehende Ich-Erzählerin, nach dem bestandenen Abitur, in die WG ihres Bruders Jasper zieht, beginnt für sie eine Zeit der Antriebslosigkeit, der Inhaltslosigkeit und der Selbstzweifel, aus ihrem Leben etwas fundamentales zu erschaffen.
Enttäuscht von einer gescheiterten Beziehung, zieht es die Ich-Erzählerin, gemeinsam mit ihrem Bruder, auf einen abenteuerlichen Roadtrip. Während dieser Reise besuchen die Geschwister einige Stationen ihrer Vergangenheit, was letztendlich zu einer Annäherung der beiden führt. Es ist gerade diese zunehmende familiäre Vertrautheit, die in der Ich-Erzählerin einen Wandel auslöst, sie sich ihrem Leben wieder mehr öffnet und letztendlich ihren verloren geglaubten Tatendrang erneut entfacht.

Form/Stil:
„Und alle so YEAH!“ ist ein in zwei Teile gegliederter Text, dessen jeweilige Kapitel sich in „Play“, „Rewind“ und „Pause“ untergliedern. Die Autorin schafft somit einen sehr eindeutigen und intuitiven Sprung zwischen dem Erscheinen des Debütromans der Protagonistin und ihrem gegenwärtigen Leben.
Zu Beginn des Plots kommt das Buch nur sehr langsam in Gang und wiederspiegelt somit die Langweile und die Inhaltslosigkeit Elinas sehr gut. Gerade diese anfängliche Langatmigkeit wirkt sich zum Zeitpunkt des Lesens zunächst negativ auf den Leser aus, führt jedoch letztendlich dazu, dass der Leser sich ein sehr gutes Bild über die Selbstzweifel der Protagonistin machen kann. Je fröhlicher und optimistischer die Ich-Erzählerin wird, desto packender und schneller nimmt der Plot an Tempo und Überzeugungskraft auf.

Lesbarkeit:
Gerade die ersten fünfzig Seiten können dazu führen, dass sich einige potentielle Leser dem Roman abwenden. An dieser Stelle bestünde noch etwaiger Bearbeitungsbedarf hinsichtlich eines Spannungsaufbaus und der damit einhergehenden Leserbindung.
Ansonsten ist der Text jedoch zielgruppengerecht verfasst und kann selbstzweifelnden Jugendlichen durchaus als Hilfestellung dienen. Die Autorin selbst ist im Alter der Zielgruppe und beweist gerade dadurch, dass sie sich thematisch sehr gut auskennt. Die beschriebenen Probleme sind authentisch und daher sehr glaubwürdig.

Rebecca Martin
Und alle so yeah!
ISBN: 978-3832162108

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3 Gedanken zu “Lesebericht „Und alle so yeah!“ von Rebecca Martin

  1. Pingback: Das literarische Jahr des Buch- und Medienblogs: 2014 | Der Buch- und Medienblog

  2. Ich habe das Buch ebenfalls gelesen und fand die Story gar nicht verkehrt. Ich stimme dir zu, dass man den Spannungsbogen hätte anders aufbauen können, aber im Großen und Ganzen hat die Autorin das Buch so geschrieben, dass es sehr angenehm zu lesen und die Story unterhaltsam ist.

    Liebe Grüße,
    Amelie

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    • Hattest du keine Schwierigkeiten den Einstieg zu finden?
      Handlungstechnisch finde ich das Buch (besonders auf die junge Zielgruppe bezogen) sehr interessant. Darüber hinaus erweckte das Buch selbst in mir die Lust auf Reisen, bei denen das Ziel nicht zwangsläufig bis ins letzte Detail durchgeplant sein muss. Es ist diese Ungezwungenheit und die dadurch erreichte Freiheit/Spontanität, die uns im Alltag leider viel zu oft fehlt.
      Liebe Grüße
      Oliver

      Gefällt mir

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