Lesebericht zu „Das Geheimnis der Grays“ von Anne Meredith

Das Geheimnis der Grays_Anne Meredith_Rezensiert von Oliver Steinhäuser_Buch_Blog_LiteraturNicht mehr lange, dann steht Weihnachten wieder vor der Tür. Es gestaltet sich nicht immer einfach, allen familiären Verpflichtungen mit der nötigen Gelassenheit entgegenzutreten.
Allen bleibt zu hoffen, dass uns kein ebenso tragisches Ende, wie den Grays widerfährt, deren Vater am Weihnachtsmorgen tot aufgefunden wird. Erschlagen von einem seiner eigenen Kinder.Unverhofft trifft am Weihnachtsmorgen die Todesnachricht seine Kinder wie ein Schlag ins Gesicht. Sind alle doch gestern extra angereist, um dem Alten etwas Geld aus den Rippen zu leiern. Missgünstig beäugen sich die sechs Geschwister, suchen unter ihresgleichen nach dem Täter. Nach dem, der den Vater getötet und damit die Hoffnung auf finanzielle Erlösung ausgelöscht hat.

Nur eines der Kinder, Hildebrand, kennt den genauen Tathergang, war er es doch, der den Briefbeschwerer dem Vater im Zorn gegen die Schläfe geschlagen und Beweise manipuliert hat. Auch er sucht einen Schuldigen, der ihn vor der Enttarnung und dem Gang zum Galgen bewahrt.

Damit sich der Leser ein Bild von der Familie machen kann, werden alle Familienmitglieder und das Familienoberhaupt Adrian Gray im ersten Kapitel nacheinander vorgestellt. Diese Protagonistenliste erinnert an einen Vorabdruck für ein Theaterstück und ist den Lesern später dienlich. In dieser ersten Personenübersicht erfahren wir, welches Motiv die Kinder Adrian Grays antreibt, auch in diesem Jahr wieder der Einladung des Vaters zu folgen. Wohl ist es dabei keinem der Abkömmlinge. Denn alle benötigen wieder einmal eine Finanzspritze. Diese Hoffnung ist gleichzeitig alleiniger Grund, dem Vater und seinen eigenen Geschwistern zu begegnen.
In seinem Schwager Eustace findet der schuldige Hildebrand den perfekten Sündenbock. Jeder weiß um seine windigen Geschäfte, in dem auch der Vater seine Aktien hält. Dank seines Talents für das Nachahmen von Hand- und Unterschriften, gelingt ihm ein glaubhaft ausgefüllter Scheck des Vaters an Eustace. Den Scheck verbrennt er, den Kontrollabriss aber belässt er im Scheckheft. Dass sein Schwager mit alldem nichts zu tun hat und alles abstreiten wird, stört Hildebrand nicht weiter. Denn er wiederum weiß, dass seine Geschwister zwar auch ihn verdächtigen, er mit seinem gefälschten Beweis jedoch den größten Groll auf seinen Schwager Eustace lenkt.

Nach einem Viertel der Geschichte steht bereits fest, wer der Mörder ist: Das Geheimnis der Grays dreht sich demnach weniger um die Enttarnung eines Mörders, sondern konzentriert sich auf das Innenleben des schuldigen Protagonisten Hildebrand. Dem Leser offenbart er nämlich schnell, dass er der Täter ist und lässt ihn auch an der Tat teilhaben. Das wahre Geheimnis hinter seiner Tat liegt in seinen Gedanken, seinen Ängsten und Hoffnungen. Dem Leser wird dies Stück für Stück klarer. Der Originaltitel „Portrait of a Murderer“ verdeutlicht, dass die Geschichte kein klassischer Krimi der Sorte „whodunit“ ist. Der Leser lässt sich daher weniger auf eine polizeiliche Verfolgung, sondern das Innenleben eines Mörders, mit all seinen Gefühlen ein.


Das Geheimnis der Grays wird dominiert vom innerlich ausgefochtenen Zwiespalt seiner Protagonisten.


Das letzte Geheimnis des Hildebrand Gray liegt in der Beurteilung seiner Selbst durch den Leser.
Ist er ihm ans Herz gewachsen, versteht oder verabscheut man ihn gar?
Darüber wird hier nichts geschrieben.
Das ist eure Entscheidung!

Anne Meredith
Das Geheimnis der Grays
ISBN: 978-3-608-96299-4

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Reisebericht vom Comer See – Teil 2 – Brunate – Varenna – Bellano – Bergamo

comer_see_Reisebericht von Oliver SteinhaeuserTeil 2 des Reiseberichts vom Comer See        (Teil 1 finden Sie hier)
Reisezeit: August


Nach einem ausflugslosen Badetag stehen wir am sechsten Tag in aller Frühe auf. Ein nächtliches Gewitter mit Regen sorgte für einen Temperatursturz auf 21°C am Morgen und bietet damit die Grundlage für eine Wanderung.
Der Plan: Como – Standseilbahn nach Brunate – Leuchtturm Voltario – Wandern nach Torno – Fährfahrt zurück nach Como
Doch: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.
Kurz nach dem Berufsverkehr fahren wir zunächst nach Como und parken am Hafen, keine 500 Meter von der Funicolare nach Brunate. Zu dieser frühen Stunde sind kaum Touristen unterwegs und wir können ohne Wartezeit mit der Standseilbahn hinauf fahren. In Brunate angekommen wenden wir uns nach links (in Bezug mit Blick hinunter nach Como), um zum ausgeschilderten Panoramablick auf Como zu gelangen. Ab hier läuft der Buch-.und Medienblog mit der Wanderkraxe zunächst zurück zur Funicolare und dann weiter zum Leuchtturm Faro Voltiano, errichtet in Gedenken an Alessandro Volta, Erfinder der Batterie und Mitbegründer der Elektrizitätslehre. Ein steiler und mit 16 Kilogramm Gepäck recht beschwerlicher Fußweg (Via Mulattiera per S. Maurizio) führt die etwa 200 Höhenmeter auf zwei Kilometern hinauf. Oben angekommen, bin ich froh, endlich die Kraxe ausziehen zu können. Es wird schnell klar, dass wir auf die Wanderung nach Torno verzichten, obwohl wir uns bereits Wochen zuvor darauf gefreut hatten. Die letzte Kraft setzen wir in die Besteigung des Leuchtturms, bevor wir ins Ortzentrum zurückkehren und mit der Standseilbahn zurück nach Como fahren.

Nach dieser Tortur gönnen wir uns Ruhe, verbringen drei Tage am Wasser und in unserer Unterkunft, schlendern hin- und wieder durch Bellagio und genießen bei leckerem Eis den Blick auf das lebhafte Treiben im Hafen.
Im Kapitel „Von Lecco nach Bellagio“ des Reisebuchs „Comer See“ erhalten Badefreunde die Information zu guten Bademöglichkeiten um den Ort Onno. Voller Euphorie vergessen wir, was wir im Kapitel „Unterwegs am Comer See“ (S.59) gelernt haben: Gerade die Wochenenden im August sind nicht nur von Touristen überlaufen, sondern gerade von etlichen Großfamilien aus den Städten Bergamo, Mailand sowie dem nahen Tessin. Die Badeplätze um Onno dürften vor allem auch durch Einwohner aus Lecco stark frequentiert sein. Und so kommt es, dass unser sonntäglicher Badeausflug nach Onno zum Reinfall wird. Autos stehen dicht an dicht an jeder noch so kleinen Haltemöglichkeit und darüber hinaus. Wabernd ziehen die Rauchschwaden der unzähligen Grills über die Uferstraße. Entschlossen drehen wir um und fahren zurück zu unserer kleinen Badestelle nach Limonta, denn bis hier hin schlängeln sich keine Wochenendausflügler.

Mit vollen Reserven geht es an Tag Nummer zehn mit dem PKW hinunter nach Lecco, entlang des Ostufers hinauf nach Varenna. Hier lohnt sich der etwa halbstündige Aufstieg zum Castello di Vezio, welches das Reisebuch des Michael Müller Verlags zu Recht als Empfehlung auf einer ganzen und besonders betonten Seite führt. Die auf dem Gelände der Burgruine drapierten, aus Pappmaché geformten Geisterfiguren in Gewändern, ergeben ein unglaublich tolles und mystisches Bild mit dem historischen Gemäuer und dem See als Kulisse.
Nach einer Brotzeit mit Blick auf den Comer See, das mittig in den See ragende Bellagio sowie Menaggio am Westufer, laufen wir zurück zum Auto und setzen unseren Ausflug fort. Die vorangeschrittene Mittagsstunde bringt auch die Wärme mit sich, sodass wir der kühlen Luft der Klamm Orrido di Bellano in Bellano entgegenstreben. Innerhalb von zehn Minuten sind wir von Varenna bis Bellano gefahren und parken auf dem Parkplatz vor der Kirche Chiesa dei Santi Nazaro E Celso. Dieser Parkplatz ist auch mit „L’Orrido“ an der Hauptstraße des Ortes ausgeschildert, fällt mit seinen ca. 15 Parkplätze jedoch spärlich aus. Die kleine Klamm ist durch Stege erschlossen und bietet am oberen Ende eine kleine parkähnliche Anlage mit Sitzbänken. Gerade mit kleinen Kindern eine tolle und ungefährliche Abwechslung.
ACHTUNG: Der Orrido bietet keine weitere Wandermöglichkeit wie etwa die Breitachklamm oder Starzlachklamm im Allgäu. In zehn Minuten ist hier alles gesehen und die Fotos geschossen.

Bevor wir den letzten Tag zum Sonnen- und Wasserbaden nutzen, führt unser Weg nach Bergamo. Nicht gerade günstig – dafür sicher – parken wir unseren PKW in der Tiefgarage „Piazza Libertà“. In nur fünf Minuten sind wir bis zur Standseilbahn Funicolare Città Alta gelaufen, die uns in wenigen Minuten hinauf in die Altstadt Bergamos zieht. Schon nach wenigen Metern schlendern wir über den zentralen Platz Piazza Vecchia, den wir durch die drei Bögen des Palazzo della Ragione wieder verlassen, um die unglaublich schöne Fassade der Cappella Colleoni zu bestaunen. Die Eindrücke, die man umgeben von den Gebäuden sammelt, sind schwer mit Fotografien festzuhalten. Die Cappella Colleoni, die daran anschließende Basilica die Santa Maria Maggiore, der Dom Bergamos und der Palazzo della Ragione. Alles so wunderschön beisammen, dass wir auf den Treppen der Cappella unser Vesper auspacken und die Aura auf uns wirken lassen.

Unsere Abreise vom Comer See nach zwei Wochen treten wir nach dem Frühstück an, fahren bis Lecco und von dort über die vierspurige SS36 am Comer See hinauf, vorbei am Lago di Mezzola nach Chiavenna. Den zweiläufigen Wasserfall Cascata dell’Acquafraggia wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen, nehmen dafür sogar den zeitintensiveren Heimweg über den Julierpass in Kauf. Nach einem Mittagsessen auf den grünen Wiesen am Fuße des Wasserfalls treten wir nun endgültig die Rückreise nach Stuttgart an.

Für wen sich der Comer See als Reisedestination eignet:
Je öfter ich über unsere Erfahrungen am Comer See berichte, desto klarer zeichnet sich ein Bild, für welche Zielgruppe der See geeignet ist. Der Spaßfaktor steigert sich mit hoher Wahrscheinlichkeit, wenn man mit selbstständigen Kindern oder gar ohne sie reist. Dann fallen die fehlenden Gehwege weniger stark ins Gewicht. Auch das Befahren des Sees mit Personenfähren stellt ohne die Mitnahme eines Kinderwagens, Wickelrücksacks, Bauchtrage etc. überhaupt keine Schwierigkeit dar.

Wir sind froh, den Comer See bereist zu haben, wissen allerdings auch, dass wir frühestens zurückkehren, sobald der Nachwuchs über sechs Jahre alt und somit deutlich eigenständiger ist. Denn dann steht der Weiterentdeckung per Schiff inklusive häufigem Umsteigen nichts mehr im Wege.

Ein Reisebericht von Oliver W. Steinhäuser


Reisebericht vom Buch- und Medienblog_Stempel_Reisebericht_Oliver SteinhäuserVorbereitung der Reise durch:
Eberhard Fohrer
Comer See
ISBN 978-3-95654-133-9

Reisebericht vom Comer See – Teil 1 – Como – Bellagio – Madonna del Ghisallo

Teil 1       (Teil 2 erscheint in 14 Tagen, am 23.11.2018)
Reisezeit: August


Zwei Wochen nehmen wir uns Zeit, um den oberitalienischen Comer See zu bereisen. Ein von Villen gesäumtes und von prominenten Persönlichkeiten geschätztes Feriendomizil mit einer mediterranen Flora und Fauna. Auch der Filmindustrie bietet der See immer wieder tolle Kulissen. Was so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, möchte auch der Buch- und Medienblog einmal erleben und begibt sich auf Entdeckungsreise in die Lombardei.

Die einen machen jahrelang voller Überzeugung Urlaub am Comer See, andere waren dort und zogen sofort weiter. Gespaltener kann die Meinung vorab unserer Reise kaum sein. Nach sorgfältiger Planung mit dem Reisebuch des Michael Müller Verlags geht es gemischter Gefühle los. Im Hinterkopf stets die Frage, mit welchen Eindrücken wir den Comer See nach 14 Tagen verlassen.

Aufgrund der relativ kurzen Anreise von Stuttgart (500 km), planen wir auf der Hinreise einen Stopp am Rheinfall in Schaffhausen (CH) ein. Ein wunderbares Bild bietet sich, sobald man ihn von einem der Rheinfall Parkplätze in Neuhausen vor sich sieht. Doch richtig beeindruckend wird der 23 Meter hohe und 150 Meter breite Wasserfall erst, sobald man sich ihm mit einem der Boote nähert. Dafür reicht bereits eine 15-minütige Ausfahrt, während der man sich zwei Mal an das tosende Gewässer tastet, bis sich das schäumende Wasser schließlich imposant auftürmt.
Weiter geht es durch die Schweiz, bis wir schließlich die italienische Grenze passieren und bereits fünf Minuten später durch Como hindurch auf die westliche Uferstraße in Richtung Menaggio und Cadenabbia fahren, von wo wir mit der Autofähre nach Bellagio übersetzen. Hier beziehen wir im vier Kilometer entfernten Dorf Limonta der Gemeinde Oliveto Lario unser Quartier und planen die Tagesausflüge für die kommenden Wochen.

Da wir uns gluten- und laktosefrei ernähren, brechen wir bereits am ersten Tag nach Como auf, um nach einem Spaziergang durch die Altstadt und den Hafen im Anschluss im Lidl Italia in Fino Mornasco einzukaufen.
Bevor wir Como zum Einkaufen wieder verlassen, kehren wir in Hafennähe im Restaurant „El Merendero“ am Piazza de Orchi ein. Hier gibt es wunderbare gluten- und laktosefreie Burger Menüs zu einem unschlagbaren Preis; und das Personal ist bestens mit der gebotenen Vorsicht bei Zöliakie vertraut!
Nachdem wir uns bei Lidl Italia mit Fleisch, Käse, Wurst etc. für die folgenden 14 Tage eingedeckt haben, können wir den Rest des Urlaubs beinahe einkaufsfrei genießen.

Verkehr am Comer See

Bereits an dieser Stelle möchte ich einige Hinweise zum Straßenverkehr rund um den Comer See geben:
Gemütliche Ausfahrten mit dem PKW auf den Uferstraßen des Gebiets Triangolo Lariano (Dreieck zwischen den beiden See Armen) sind beinahe nicht möglich, da die Straßen teilweise extrem eng sind. Hier ist oft absolute Konzentration angesagt. Die vereinzelt angelegten Parkplätze sind aufgrund der Felsen, die manchmal bis direkt an die Straße und das Ufer ragen, eher überschaubar und meist bereits belegt. Auch ausgedehnte Spaziergänge am Ufer sind, zumindest in den von mir rot markierten Abschnitten, nicht möglich. Die beengte Lage zwischen Fels und See bedingt, dass die schmalen Uferstraßen, wenn überhaupt, sporadisch mit Gehwegen ausgestattet sind. Und an den Ufern direkt befinden sich keine Spazierwege.
Dies empfinden wir gerade mit Kinderwagen und zum Joggen zu gefährlich und steigen dementsprechend für jeden noch so kurzen Ausflug ins Auto.

Bellagio besuchen wir des Öfteren. Gerade der Botanische Garten der Villa Melzi lädt aufgrund seiner Weitläufigkeit ein. Der alleeartig bepflanzte Uferweg spendet auch an heißen Tagen Schatten und verführt zum Entspannen auf Steinbänkchen oder auf dem Rasen. Wer das Tagesticket gelöst hat, kann den Park verlassen und bis 18 Uhr jederzeit wieder erneut betreten, was sich besonders dann anbietet, wenn man auf die kostenlosen Gemeindeparkplätze etwas zentrumsferner zurückgreift und den Park als Transit ins Stadtzentrum von Bellagio mitnutzen möchte.
Lebensmittel können gleich in zwei Supermärkten (Sigma & Migross) in der Via Alessandro Volta gekauft werden. Zusammengenommen bieten beide Märkte ein umfangreiches gluten- und laktosefreies Sortiment an. Eine Querstraße weiter, in der Via Lazzaretto befindet sich außerdem ein Parkplatz, sowie eine Wasserstation. Hier kann sowohl stilles als auch gekühltes Sprudelwasser für 0,05€/l gezapft werden.

Nach Lezzeno zieht es uns am vierten Tag, denn wir möchten die im Reisebuch angesprochene Grotta dei Bulberi – die blaue Grotte ansehen. An der Touristeninformation Nähe des Fährstegs bestellen wir Tickets zur Besichtigung. Ungläubig werden wir beäugt und erhalten die Info, dass dies nur mit einem privaten bzw. einem gemieteten Boot ginge. Dazu fehlt im Reisebuch leider der Hinweis. Kurzerhand blättern wir ein paar Seiten weiter und entscheiden uns zu einem PKW Ausflug via Nesso, weiter über kurvige Straßen zur Sternwarte und Aussichtsplattform Colma di Sormano und von dort zur Madonna del Ghisallo in Magreglio. Die kleine Kapelle geht auf das 17. Jahrhundert zurück und in ihr befindet sich ein Gemälde mit der Beata Vergine Maria – die schöne Jungfrau Maria, genannt Madonna del Ghisallo. Diese erklärte Papst Pius XII im Jahr 1946 zur Schutzpatronin der Radfahrer.
In Blickweite schließt sich ein Fahrradmuseum an.

Der Reisebericht zum Comer See wird am 23. November 2018 fortgesetzt.
Vorschau: Brunate – Varenna – Bellano – Bergamo

Ein Reisebericht von Oliver W. Steinhäuser


Reisebericht vom Buch- und Medienblog_Stempel_Reisebericht_Oliver SteinhäuserVorbereitung der Reise durch:
Eberhard Fohrer
Comer See
ISBN 978-3-95654-133-9

Lesebericht zu „Der Bozzetto“ von Beyeler & Schneeweis

Bozzetto_Rezension_Blog_Oliver SteinhaeuserVöllig unverhofft nimmt ein fremder Mann telefonischen Kontakt zum ehemaligen Anwalt und Autor Maximilian Prückner auf. Als dieser das Telefonat annimmt, ahnt er noch nichts von den Vorhaben des Anrufers Hans Albert Bilgrin. Anstoß des Anrufes ist der seit Jahren veröffentlichte Roman Prückners über den Bozzetto, Michelangelos Entwurf zum Fresko „Das Jüngste Gericht“ in der Sixtinischen Kapelle in Rom. So wie Prückner, interessiert sich auch der schweizer Galerist und Mäzen Bilgrin, für den Weg des Bozzetto im Laufe der Geschichte seit seiner Entstehung. Sein Vorschlag an Prückner: Beider Wissen zusammenzufügen, den Bozzetto ausfindig zu machen, zu erwerben und zurück in den Vatikan zu bringen. Denn allein hier sollte sein Platz sein. Nur dort ist die positive Wirkung des Jüngsten Gerichts stärker als seine negative Seite.

Gleich der künstlerischen Darbietung des Jüngsten Gericht mit seiner himmlisch guten und der teuflisch bösen Seite, treten sich auch im Roman beide Seiten gegenüber. So kommt es, dass die Recherche Prückners und Bilgrins auch diejenigen auf den Plan ruft, die den Bozzetto ebenfalls dringend für die Verwirklichung ihre (bösen) Absichten benötigen. Eine hitlerfanatische Gruppe, die sich NAD nennt und mit Hilfe der Macht des Bozzetto ihren Führer Adolf Hitler wieder auferstehen lassen will. Mit seiner Hilfe soll im Anschluss das Vierte Reich entstehen.
Was absurd klingt, ist jedoch seit dem Untergang des Dritten Reichs gut vorbereitet. Mit Hilfe amerikanischer und deutscher Geheimdienste sind Posten der neuen deutschen Regierung mit Nazis besetzt worden, die seit dem die Regierung lenken und auch manipulieren. Stets in der Hoffnung auf die Wiedergeburt Hitlers und mit ihr der Machtübernahme Europas.

Von all dem ahnen Prückner und Bilgrin zu Beginn ihres Abenteuers nichts. Erst mit der Entdeckung der Idola, einer kodierten Schrift zur Entschlüsselung der Geheimnisse des Bozzetto, gerät ihr expeditionsartiges Leben aus den Fugen. Es wird gefährlich.
Alles beginnt mit einer neuen Sicht auf die geschichtlichen Gegebenheiten in Deutschland um 1945. Erzählt bekommen sie dies von Bruno Luger, einem angesehener Kunsthändler, dem in der NS-Zeit die Koordination des Kunstraubs zugeteilt war. Von ihm lernen die beiden eine ganz neue Sicht der Geschehnisse zum Untergang der Diktatur. Eine Version, wie sie sich in Wahrheit abgespielt hat, nicht, wie Siegermächte sie später in Geschichtsbüchern für alle Ewigkeit wiedergeben.
Bruno Luger kennt die unglaubliche Macht, die dem Bozzetto inne wohnt. Er selbst hat sie auf den Beutezügen der Nazis erlebt und weiß, dass allein die Macht eines Herrschers reinen Blutes den Entwurf des Jüngsten Gerichts führen kann. Luger weiß auch, dass der NAD gleiches vorhat. Aus diesem Grund übergibt er den beiden die Idola. Prückners und Bilgrins hehre Ziele werden es wohl schaffen, den Bozzetto sicher an seinen angestammten Platz im Vatikan zurück zu bringen.

Dieses anstrengende Vorhaben wird zusätzlich von Eingriffen und Manipulationen des NAD deutlich erschwert, sodass sie sich sogar gegen die Idola und deren Entschlüsselung entscheiden und sie dem NAD überlassen, um ihr eigenes Leben nicht aufs Spiel zu setzen.
Am Ende steht eine rasante Verfolgungsjagd. Prückner, Bilgrin, eine gemeinsame Freundin und der Bozzetto auf der einen, ein Liebespärchen des NAD in einem Leichenwagen samt Hitlers Leichnam auf der anderen Seite. Unterwegs wollen das NAD-Pärchen die drei überwältigen und endlich die Zusammenkunft Hitlers mit dem Bozzetto zu vollführen.

Seit dem Erscheinen dieses Buches, steht mein von Gerd J. Schneeweis signiertes Exemplar auf meiner Vitrine, stets mit dem Gedanken an die spannende Geschichte, die sich hinter den Buchdeckeln verbergen mag. Ausgerechnet zum Urlaub am Comer See finde ich endlich in die magische Geschichte des Bozzetto und stelle mit Freude fest, dass viele Orte im Buch gerade einen Steinwurf von mir entfernt sind. Sei es Lugano, Campione oder Como selbst.


Beschäftigt man sich einen Moment mit den Autoren Beyeler und Schneeweis erkennt man sofort: Die Geschichte des Bozzetto ist ihr Abenteuer und mit dem Roman verwirklichen sie sich den Wunsch, selbst die Retter des Bozzetto zu sein. Besonders der Charakter des Galeristen Hans-Albert Bilgrin (HAB genannt) zeigt nicht nur namentlich eindeutige Übereinstimmungen mit dem Autor Hermann-Alexander Beyeler (HAB).

Hermann Alexander Beyeler & Gerd J. Schneeweis
Der Bozzetto
978-3-7245-2178-5

Lesebericht zu „Das Eis“ von Laline Paull

Das Eis_Laline Paull_Blog_Oliver Steinhäuser_RezensionSean Cawson ist ein wirklich reicher Mann geworden. Zu verdanken hat er dies seiner größten Liebe: Die Arktis.
Die Besessenheit vom ewigen Eis, seiner Unberührtheit und die daraus resultierenden Möglichkeit großer Entdeckungen ziehen ihn seit dem Tag, an dem er sich seinen unbekannten Vater als Polarforscher vorstellt, an. Sean kommt aus der unteren Gesellschaftsschicht, schafft durch seine starke Willenskraft den Eintritt in die studentische Gesellschaft der verschollenen Polarforscher und lernt darüber den Investor und seinen späteren Mentor Joe Kingsmith kennen. Ihm verdankt er seine erste Reise in die Arktis.
Doch eins nach dem anderen. Zuerst sitzt Sean Cawson desorientiert, traumatisiert und  verzweifelt in der gerichtlichen Untersuchung zur Tragödie auf Spitzbergen in der Arktis, bei dem sein bester Freund Tom das Leben ließ und er selbst dem Tod nur knapp entkam.

Mit der Verbindung zum Geschäftsmann Joe Kingsmith begann für Sean die Erfüllung seiner Wünsche. Kingsmith ist es, der Sean die finanziellen Mittel zur Expedition in die unerforschte Arktis zur Verfügung stellt. Informationen zur Reise sind seine Gegenleistung. Sean wird zum Informant und Entdecker, liefert damit Wissen, das sein Mentor nutzt, um es durch Spekulation zu monetarisieren. Gelder fließen und sorgen auch bei Sean für den finanziellen Aufstieg. Und plötzlich steht für ihn ein historischer Moment an: Spitzbergen in der Arktis steht zum Verkauf. Und er weiß, dass er dieses Grundstück haben muss. Nicht nur aus Verliebtheit in die unglaubliche Natur, sondern weil er weiß, dass jeder andere Interessent dieses Land weniger naturbewusst nutzen wird als er. Aus diesem Grund holt er seinen Freund und Naturaktivist Tom Harding mit ins Boot und erhält zusammen mit ihm und einem Konsortium mit Joe Kingsmith und zwei weiteren den Zuschlag.

Der Tag, an dem das gesamte Investorenteam zum ersten Mal und gemeinsam ihr Land und das darauf errichtete Luxusresort Midgard Lodge besichtigten, kommt es zwischen den beiden Freunden Tom und Sean zu einem Konflikt. Tom entdeckt in der Lodge Umstände, denen er auf keinen Fall zustimmen kann. Doch bevor er dies kundtun kann, kommt es bei der Besichtigung einer Eishöhle zu einem tragischen Unfall, bei dem Tom sein Leben lässt.
Erst der Kalbungsprozess im Eis lässt große Eismassen ins Meer stürzen. Mit ihnen wird nach drei Jahren auch Toms Leichnam wieder freigegeben. Es kommt zu einer gerichtlichen Untersuchung, in der Sean Cawson allen Fragen Antwort stehen muss und der Verzweiflung nahe ist.

Laline Paulls Roman zieht den Leser in eine Welt voller skrupelloser Geschäftsmänner, Investoren und Politikern, die in der Arktis mehr als einen atemberaubenden Ort sehen. Nämlich den Profit, den Standortvorteil und weitere eigennützige Faktoren. Themen wie Klimawandel, Nachhaltigkeit oder Umweltschutz sind diesen mächtigen Parteien egal. Was zählt sind illegale Waffengeschäfte, Korruption und Macht. Sean, der verzweifelte Protagonist, befindet sich irgendwo in einer Grauzone aus Naivität und zu später Erkenntnis. Paull versteht es, den Leser in ein beklemmendes, glaubwürdiges und aufgrund der fortschreitenden Klimaerwärmung nahendes Szenario zu versetzen. Es ist eine Welt, in der das Eis in der ressourcenreichen Arktis durch den Klimawandel zum Großteil geschmolzen ist. Dies eröffnet neue Transitrouten für den Schiffsverkehr und die Regierungen der Anrainerstaaten buhlen ebenso wie mächtige Wirtschaftsunternehmen um eine Positionierung, denn niemand lässt freiwillig einen Standortvorteil ungenutzt.

Laline Paull
Das Eis
ISBN: 978-3-608-50352-4

Lesebericht zu „Unter der Mitternachtssonne“ von Keigo Higashino

Yukiho Nishimoto, die sich später aufgrund einer Adoption im Buch Yukiho Karasawa nennt, Makoto Takamiya und sein Freund Kazunari Shinozuka, Tomohiko Sonomura oder Ryo Kirihara sind nur einige der Namen, die in „Unter der Mitternachtssonne“ eine wichtige Rolle spielen. Da erscheint der Name des Autors – Keigo Higashino – als reine Entspannung zwischen all den japanischen Namen. Doch trotz all dieser exotischen Namen schafft es der Autor auch diesmal wieder, komplexe Handlungen über mehrere Zeitebenen spannend zu erzählen.

Die Ereignisse dieses Romans ziehen sich über 19 Jahre hin. Macht man sich ertmal mit den vielen Erzählsträngen und den 19 relevantesten Personen vertraut, offenbart sich  Keigo Higashinos Thriller als ein Sammelsurium mehrerer Altersgruppen und Gesellschaftsschichten Japans in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Er zeichnet das Bild einer ganzen Epoche.
Es ist die Epoche der massentauglichen Computerspielentwicklung – ohne den Schutz von Copyright – wie wir ihn heute kennen – und der dadurch einsetzenden firmenübergreifenden Piraterie und des Schwarzhandels von Quellcodes. Eine von bahnbrechenden digitalen Entwicklungen geprägte Zeit, die, aufgrund mangelnden Wissens in den zuständigen Unternehmen, von vielen Kriminellen zur eigenen Bereicherung schamlos ausgenutzt wurde.
So auch von Ryo, dem Sohn des ermordeten Pfandleihers Yosuke Kirihara. Verdächtigt wurden damals viele, einen Täter konnte die Polizei nicht liefern. Der Fall bleibt ungeklärt und der Leser begleitet das Leben des damals 12-jährigen Ryo Kirihara, der auf den insgesamt 720 Seiten schließlich 31 Jahr alt wird.

Zunehmend rückt der ungeklärte Mord an dem Pfandleiher in den Hintergrund und andere kriminelle Akteure, Weggefährten und Detektive betreten die Bühne. Unter ihnen entwickelt auch die hübsche Yukiho, Tochter der damaligen Hauptverdächtigen, einen profitablen Geschäftssinn und eröffnet eine Boutique nach der anderen.
Obwohl der Mord bereits verjährt ist, beschäftigt sich der damalige Mordermittler Sasagaki selbst in seinem Ruhestand noch mit diesem Fall. Vor allem die abgebrühte und unberechenbare Yukiho lässt ihm keine Ruhe, vermutet er doch in ihr den Schlüssel, der ihm helfen könnte, endlich die Wahrheit aufzudecken. Erst ein plötzlich verschwundener Detektiv, der auf sie und Ryo angesetzt war, bringt den alten Ermittler allmählich auf eine verheißungsvolle Spur.
So wie Higashino seine Leser immer wieder an bekannte Stellen und Details aus der Vorgeschichte führt, fügt sich auch für den pensionierten Ermittler langsam ein Puzzleteil an das andere.

Für Sasagaki bleibt die hübsche und gewiefte Yukiho der Dreh- und Wendepunkt der Geschichte. Der Blick hinter ihre mystisch düstere Aura bleibt ihm und dem Leser jedoch konstant verwehrt.
Erst als die Witwe des vor 19 Jahren ermordeten Pfandleihers ihr Schweigen bricht, kommt der Ermittler wieder auf eine heiße Spur und Sasagakis privaten Ermittlungen nehmen Fahrt auf, obwohl er weiß, dass sein Tun niemanden mehr rechtskräftig verurteilen kann.

Der letzte Akt ist eine Tragödie. Aber der Leser erfährt durch ihn doch endlich die Motive des damaligen Täters.

Keigo Higashino
Unter der Mitternachtssonne
ISBN: 978-3-608-50348-7

Reisebericht aus Südtirol – Teil 2 – Oberbozen – Barbianer Wasserfall – Trostburg

Teil 2 des Reiseberichts aus Südtirol        (Teil 1 finden Sie hier)
Reisezeit: Ende März


Am fünften Tag laufen wir die Strecke, die wir bereits gestern mit der Rittner Schmalspurbahn erkundeten: von Klobenstein nach Oberbozen.
Im Wanderführer „Wandern mit Kindern – Südtirol“ wird diese Wanderung mit „Pyramixweg“ bezeichnet. Diesem Begriff begegnen wir unterwegs nicht, er sorgt allerdings nicht für Verwirrung, denn der Weg hat eine Wanderwegnummer (15) und ist bestens ausgeschildert. Unterwegs trifft man auf ein Bienenmuseum, läuft gelegentlich parallel zur Rittner Schmalspurbahn und kann in den kleinen Haltehäuschen Unterstand oder eine Rast zur Brotzeit finden. Besonders schön ist diese Wanderung vormittags, wenn die historischen Wagen der Rittner Bahn im Einsatz sind.
Zurück nach Klobenstein geht es im Anschluss von Oberbozen mit der Bahn.

Am Karfreitag wollen wir zum Barbianer Wasserfall aufsteigen. 350 Höhenmeter sind dazu über schmale und teilweise felsige Wegstücke zu meistern. Durch die Baustelle und die werktags gesperrte Straße zwischen Saubach und Barbian, lassen wir uns bei der Anfahrt verwirren und parken unser Auto aus Versehen in Saubach, anstatt in Barbian. Das fällt uns zunächst gar nicht auf, denn auch hier steht eine Kirche, an der wir unsere Route wie im Wanderführer beschrieben starten. Auch ein Haus mit dem Namen „Pennhof“ lassen wir links liegen. Doch irgendwie sind auf der Wanderkarte, die für jeden Tourvorschlag abgedruckt ist, wesentlich mehr Häuser und Straßen verzeichnet, als wir sehen können. Wir zweifeln bald daran, dass wir auf der richtigen Route gehen, vor allem als wir auf einmal auf einem Privatweg stehen und nicht mehr weiterkommen. Wir drehen um und laufen zurück zum Auto. Dabei treffen wir auf andere Wanderer, die wir einfach fragen, woher sie denn gerade kommen. Viele Möglichkeiten kann es hier direkt am Berg schließlich nicht geben. Wie vermutet kommt die Gruppe gerade vom Wasserfall zurück und klärt uns über unseren Fehler auf. Wir steigen ins Auto und fahren die restlichen 3 km bis nach Barbian weiter. Dort finden wir uns mit der Beschreibung sofort zurecht. Wir laufen die Strecke entgegengesetzt der im Wanderführer beschriebenen Route. Das liegt daran, dass wir das steile und felsige Stück zwischen dem unteren und oberen Wasserfall hoch-, nicht hinuntersteigen möchten. Das ist ungefährlicher mit der Kraxe auf dem Rücken.
Heute bekommen wir zu spüren, dass der Wanderführer – wie könnte es anders sein – von einer aktiven Wanderfamilie geschrieben wurde. Gerade die 15 kg Gepäck erschweren auf den felsigen Pfad den 350 Meter hohen Anstieg zum oberen Wasserfall. Erschwerend kommt leichter Regen hinzu, der uns zeitweise zum Innehalten unter unseren Regenschirmen zwingt.
Sobald der Aufstieg jedoch geschafft ist, belohnt uns die Sicht auf den oberen Teil des Barbianer Wasserfalls.
Der Abstieg erfolgt auf einem breiter werdenden Weg und quert immer wieder die Almstraße. Diese nutzen wir hin und wieder zur Vermeidung der steilsten Streckenabschnitte.

Den siebten und letzten Urlaubstag wollten wir ursprünglich ganz der Entspannung in der Sauna und am Pool widmen. Da uns das nach der gestrigen Tour jedoch nun zu langweilig scheint, entscheiden wir uns für eine Besichtigung. Gestern erhaschten wir bereits von Barbian aus, am gegenüberliegenden Berg den Eingang zum Grödner Tal und eine Burg. Nach kurzer Recherche wissen wir: Es ist die Trostburg in Waidbruck und sie kann um 11, um 14 und um 15 Uhr besichtigt werden. Die Trostburg ist mit dem PKW nicht zu erreichen. Die Zufahrt über die Via Burgfrieden endet nach etwa 700 m mit einem Verbotsschild. Ca. fünf Autos finden dort eine Parkmöglichkeit. Sicher ist, wer entweder vom Friedhof in der Via Burgfrieden (Burgfriedenstraße) über die geteerte Straße läuft oder vom Dorfplatz in Waidbruck aus dem steilen, kürzeren und am Dorfplatz gut beschilderten Pfad zur Trostburg folgt.
Wir entscheiden uns heute für die entspanntere Variante und fahren über die “Via Burgfrieden“ bis zu dem kleinen, in den Berg hineingetriebenen PKW Abstellplatz auf halber Strecke zwischen dem Friedhof in Waidbruck und der Trostburg. Den Rest laufen wir mit dem Kinderwagen hinauf.
Dort werden wir sehr herzlich zur einstündigen Führung durch die äußerst gut erhaltene und schöne Burg begrüßt.

Diesmal waren wir froh, mit einem Reisebuch als auch dem Wanderführer für Südtirol doppelt ausgestattet zu sein. Die Ideen zu den sehenswerten Orten entnahmen wir dem Reisebuch, zur Vertiefung und bei der Planung unserer Wander- und Spazierausflügen unterstützte uns im Anschluss der Wanderführer.
Kleine Dossiers zur Kultur, dem kulinarischen Südtirol sowie seinen Menschen bieten dem Leser im Reisebuch weiterführende Informationen zum Land und dessen Besonderheiten.

Ein Reisebericht von Oliver W. Steinhäuser


Reisebericht vom Buch- und Medienblog_Stempel_Reisebericht_Oliver SteinhäuserVorbereitung der Reise durch:

Eugen E. Hüsler & Udo Bernhart
Südtirol – Zeit für das Beste
ISBN-13: 978-3-7343-2403-1

sowie
Wilfried und Lisa Bahnmüller
Wanderspaß mit Kindern Südtirol
ISBN-13: 978-3-7343-0826-0