Lesebericht zu „Good as Gone“ von Amy Gentry

Gentry Amy_Good as Gone_Buchblog_Oliver Steinhaeuser_RezensionDie 13-jährige Julie wurde mitten in der Nacht aus ihrem Kinderzimmer entführt. Die Suche nach ihr blieb bis heute erfolglos, denn es gab keine eindeutigen Einbruchsspuren, keine verwertbaren Anhaltspunkte, die der Polizei dienliche Hinweise liefern konnten. Jahrelang trauert die Familie um die verschwundene Tochter und hadert mit der Ungewissheit ihres Verbleibs. Eine Leiche wurde nie gefunden. Eines Tages steht eine heruntergekommene 21-jährige vor der Tür der Familie. Es ist die seit acht Jahren vermisste Tochter Julie. Was ist mit ihr passiert und wo ist sie all die Jahre gewesen?

„Good as Gone“ ist die Geschichte eines jungen Mädchen, die im Übergang zur Pubertät aus ihrem Elternhaus entführt wurde. Als sie eines Tages plötzlich vor der Haustür ihres Elternhauses auftaucht, verfällt die Familie in Unglauben, Trauer und Freunde zugleich. Ihre verschollene Julie ist wieder da! Gerade die Mutter Anna möchte Julie all die Liebe und Zuwendung zukommen lassen, die ihr jahrelang verwehrt blieb. Zum Leidwesen ihrer jüngeren Tochter Jane und ihres Mannes Tom, denn sie versteht jede Kleinigkeit, jeden minimalen Konflikt als ein von Verlustängsten dominiertes Horrorszenario.
Einige der Kapitel in „Good as Gone“ sind durchnummeriert, andere Kapitel tragen jeweils  einen weiblichen Namen. Sie beschreiben die gegenwärtige Handlung mit der wiederaufgetauchten Tochter Julie und den Geschichten verschiedener Mädchen, die Gewalt, Misshandlung und Schrecken ausgesetzt sind. Annäherung finden die beiden Erzählstränge, als der Privatdetektiv Alex Mercado Anna aufsucht und ihr von der Band Gretchen at Midnight erzählt, deren Frontsängerin Julie wie aus dem Gesicht geschnitten scheint. Ab hier erfährt der Leser nach und nach mehr über die Mädchen Gretchen, Vi, Violet, Starr, Die Neue, Karen, Charlotte, Baby, Esther und Julie. Zehn Identitäten, bei denen beim Lesen die Frage nach einer dissoziativen Identitätsstörung aufkommt. Zehn junge, biegsame und naive Mädchenidentitäten, die jeweils Unglaubliches durchmachen mussten, dass es schwerfällt daran zu glauben, dass es sich hierbei einzig und allein um die verschwundene Julie handeln soll.


Dieses Buch glänzt nicht nur durch die Unglaublichkeit der Geschichte sondern durch die Brillanz der Sätze, die mit viel Geschick und Liebe zum Detail formuliert sind.


In einer wunderbar anschaulichen Sprache beschreibt Amy Gentry die dauerhafte Verwandlung eines Mädchens, dessen Leben einem ständigen Ausbruchstrieb folgt und die versucht, sich in ihrer wandelnden Welt durch neue Namen und Lebensgeschichten den gegebenen Umständen anzupassen. Gentry schwebt dabei auf einer Ebene, die nicht sensationslüstern ist, sondern die Beklemmungen und Verängstigungen junger Frauen mit Erfahrungen sexueller Gewalt verdeutlicht. Sie bringt dem Leser die irrationalen Handlungen dieser verstörten Menschen näher.
Am Ende erfährt der Leser außerdem, wie es so weit kommen konnte, dass Julie unbemerkt aus ihrem Elternhaus entführt werden konnte. Was soziale Medien damit zu tun haben, wird in diesem Lesebericht nicht weiter beleuchtet. Nur so viel: Die dreizehnjährige Julie wurde von der Entführung nicht vollends überrumpelt, doch konnte sie in ihrer Naivität die Auswirkungen und die Boshaftigkeit ihres Gegenübers kaum einschätzen.

Amy Gentry
Good as Gone
ISBN: 978-3-570-10323-4

Advertisements

Ermittlungsbericht zu „Es klingelte an der Tür“ von Rex Stout

Es klingelte an der Tür_Rex Stout_Klassiker_Buchblog_Oliver Steinhäuser_Blog_Klett-CottaAm vergangenen Samstag, den 11. 03.2017, erschien „Es klingelte an der Tür“ von Rex Stout
Morgen (16.03.2017) findet um 19:30 eine Lesung im Gartencenter Kriesten in Leonberg statt. Thomas Klingenmeier, seit 1988 Krimikolumnist bei der Stuttgarter Zeitung, liest aus dem Werk.

Kein Wunder, dass Mrs. Bruner vom FBI überwacht wird. Wer tausende Exemplare eines Enthüllungsbuchs über diese mächtige staatliche Institution kauft und es landesweit dritten schickt, verhält sich nicht gerade staatsloyal und unterwürfig. Nun steht mir diese exzentrische Dame gegenüber und beauftragt mich mit der Unterbindung dieser Überwachung. Allerdings ist es eine ziemlich heikle Sache gegen das FBI vorzugehen. Doch genau damit beauftragt mich meine Klientin, Mrs. Bruner. In der Annahme der Unmöglichkeit einer Erarbeitung eines Planes zum Unterbinden der Überwachungstätigkeiten des FBI, vertröste ich sie skeptisch. An eine Erfüllung dieses Auftrags glaube ich zunächst nicht. Bis plötzlich der Polizeichef des Morddezernats aufschlägt.

Eben dieser unterbreitet meinem Assistent Archie Goodwin und mir, dass das Federal Bureau of Investigation mit dem Gedanken spiele, uns die Ermittlerlizenz als Detektive zu entziehen. Dass der Mordermittler zeitgleich einen ungelösten Mordfall auf dem Schreibtisch liegen hat und davon ausgeht, dass Agenten des FBI diesen verübt haben, scheint eine „Win-Win-Situation“ für mich, den Privatermittler Nero Wolfe sowie den leitenden Ermittler der Mordkommission, Mr. Cramer, zu sein.
Damit genug. Alles weitere erfahren Sie in dem Bericht meines Assistenten Archie Goodwin:
Das FBI ist geradezu unantastbar, kaum ernsthaft angreifbar. Mrs. Bruners Fall anzunehmen wäre Wahnsinn, da das Durchsetzen ihres Anliegens aussichtslos scheint. Doch was der Mordermittler Mr. Cramer mir, Archie Goodwin, im Vertrauen erzählt, passt geradezu perfekt zu unserem Auftrag. Es gibt für seinen ungelösten Mordfall einen Zeugen, der drei FBI-Agenten aus der Wohnung des Mordopfers kommen sah. Cramer ist davon überzeugt, dass das kein Zufall ist und möchte, dass Nero Wolfe und ich dem FBI den Mord nachweisen. Unantastbar bleibt die staatliche Institution allerdings noch immer.
Wolfe und ich glauben nicht, dass Agenten derart dilettantisch vorgegangen wären. Es muss einen anderen Mörder geben, jedoch ebenfalls berechtigte Interessen des FBI. Wir entschieden uns, zum Schein, gegen das FBI zu ermitteln. Im Stillen konzentriertenen wir uns allerdings auf die Entlarvung des tatsächlichen Mörders. Anders konnten wir es nicht bewerkstelligten, da wir seit Mrs. Bruners Besuch ebenfalls auf Schritt und Tritt überwacht wurden. Mehr verrate ich nicht.

rex-stout_es-klingelte-an-der-tuerMehr Informationen bekommen Sie auch vom Buch- und Medienblog nicht, außer, dass „Es klingelte an der Tür“ eine wunderbar erzählte Detektivgeschichte ist, dessen Seiten man mit Bedacht umblättert, weil man weiß, dass sie sich Blatt für Blatt dem Ende einer guten Unterhaltung nähert. Der Leser kommt um zwischenzeitliches Schmunzeln nicht umher. Etwa wenn Goodwin und Wolfe wieder einmal in den Absurditäten einer aussagelosen Kommunikation stecken, die keine klaren Schlüsse zulässt, weil sie von einer lückenlosen Überwachung des FBI ausgehen und ihre echten Erkenntnisse nicht verraten wollen.
Außerdem thematisiert Rex Stout bereits damals den Zwiespalt zwischen „Sicherheit vor Freiheit“. Diese Frage hat auch in unserer heutigen Gesellschaft, in der einige Personen(gruppen) inmitten einer diffusen Bedrohung als Gefahrenpotenzial wahrgenommen werden, nicht an Virulenz verloren.

Rex Stout
Es klingelte an der Tür
ISBN: 978-3-608-98111-7  (Leinenband)

Blogtour: Essay zur Rehabilitation des Irrsinns durch proaktive Therapiemethoden

Anstatt eines Leseberichts hat der Buch- und Medienblog dem Protagonisten dieses Romans, Dr. Ludwig Meyer, folgendes Essay an den Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medicinal- Angelegenheiten, Heinrich von Mühler (1866), diktiert:

Achtung, hier gibt es etwas zu gewinnen!


brief-1866An den
Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medicinal- Angelegenheiten
Heinrich von Mühler

Geistige Fehlsteuerung und deren Zusammenhänge mit körperlichen Leiden. Rehabilitation des Irrsinns durch proaktive Therapiemethoden wie Musik, Dialog, Freiheit und Selbstbestimmtheit.

Viele Verantwortliche in den Irren- und Heilanstalten sind starrsinnige Anhänger der alten Lehre über geistige Krankheiten. In ihrer Renitenz verweigern Sie neue und revolutionäre therapeutische Ansätze zur Heilung geistiger und seelischer Störungen. Viele sogenannte Forscher sind gar nicht daran interessiert, fehlgeleitete und von der Norm abweichende Existenzen ernst zu nehmen. Sie wollen auch gar nicht wahrhaftig versuchen, sie wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Lieber sehen Anstaltsleiter ihre „Untertanen“ in urin- und kotgetränkten Kellern mit vergitterten Fenstern, als in einer menschenwürdigen Unterkunft mit Licht, Beschäftigung und Raum zur Entfaltung. Aufgrund ihrer eigenen Unwissenheit lassen sie Geisteskranke lieber siechend in Kellern verrotten, als ihren eigenen Profit durch eine wenn auch noch so geringe Humanisierung zu schmälern!

Doch in welcher Welt leben wir, dass wir Irre schlechter behandeln als unser Vieh?
Es stellt sich darüber hinaus die Frage nach der Identifizierung einer Störung sowie das Definieren ihrer Grenzen. Wo fängt sie an, welcher Habitus impliziert den Übertritt der Eigenheit eines Menschen hin zum Wahn? Ginge es nach Senator Ulrich, zählen bereits öffentliche Freude, Ausgelassenheit und Lebenslust zu den Charaktereigenschaften, die dem Irrsinns zuzuordnen seien – wobei er diese natürlich nicht als Charakteristika anerkennen würde, sondern sie dem Schwachsinn zuordnen würde. Vergleicht man das Wissen über Spektren der Musik oder des Lichts mit den Grenzen zwischen Irrsinn und dem „Normalen“, wird doch klar, dass es zwischen der Eindeutigkeit auch Abstufungen gibt. So wie ein weißer Lichtstrahl im Prisma in seine drei Spektralfarben geteilt wird, muss es sich doch auch im Geist des Menschen verhalten. Rot, Grün und Blau sind keineswegs die einzig gegebenen Farben. Zwischen ihnen gibt es unendlich viele Nuancen. Gleiches muss für das geistige Spektrum gelten! Da gibt es keine vernünftige Gegenrede. Es gibt eben nicht nur „Irrsinn und kein Irrsinn“, sondern unendlich viele Abstufungen dazwischen. Wenn Sie sich mit den Formen des Wahns näher befassen, begeben Sie sich auf einen Balanceakt zwischen Manipulierbarkeit, Selbstmanipulation und dem Verwechseln der Realitäten.
Nota bene, Realität ist ein durch Erfahrungen und Interpretationen gewachsenes Weltbild, das in jedem von uns verankert ist. In jedem etwas anders. Was also unterscheidet diese Weltanschauungen und wer sagt uns, welches dieser Bilder das richtige ist? Was ist die Welt?

Ich wiederhole mich wirklich nur ungern, doch meine Worte drohen im Sumpf einer allgemeinen Lethargie zu ertrinken. Aber „Aktion bringt Satisfaktion“. Das meine ich durchaus wörtlich. Obwohl es sich beim Vorgang der Erteilung von Satisfaktion ursprünglich natürlich um freie, waffentragende Männer handelte, die ihre Ehrenstreitigkeiten mit internen Mitteln und ohne eine übergreifende Autorität ausfochten bzw. gelöst haben, kann dieser Ansatz auch auf die Ehre von geistig Gestörten in Irren- und Heilanstalten Anwendung finden. Auch irrgeleitete Menschen müssen sich mit internen Mitteln und ohne eine übergreifende Autorität gegen die inneren Geister wehren können. Die treibende Kraft der Heilung ist überwiegend intrinsischer Natur, angeleitet und gestützt durch unsere fachkundigen Therapeuten und Ärzte. Dabei ist die Ausgewogenheit aus Aktion und Ruhe zu gewährleisten.
Dies führt augenscheinlich ganz unweigerlich zur Musik und deren wertvollem Zusammentreffen aus Motion und Emotion – Somatik und Psychik sind die willkommenen Stichwörter.
Das kann unmöglich Zufall sein, denn warum sollte der Mensch, der durch die Musik wertvolles Zusammenspiel schafft, in seinem täglichen Tun in einer Dissonanz zwischen Körperlichem und Geistigem residieren? Es muss einen Zusammenhang der Psychik und der Somatik geben. Eine Art Psychosomatik. Es ist geradezu unglaublich, dass dieser Fakt bislang nicht in Betracht gezogen, ausprobiert und analysiert wurde. Es ist geradezu empörend, mit welcher Vehemenz Tatsachen ignoriert, geleugnet und verschlossen werden. Koryphäen können und dürfen sich neuer Erkenntnis nicht verschließen. Es geht nicht nur um die Zusammenhänge von Musik und Stimmung und die Bedeutung von positiver Stimmung für das Seelenleben sondern um Fortschritte in der Bedeutung der Menschenwürde.
Eben diese sollte unantastbar sein!

Deshalb, Herr Minister von Mühler, erlaube ich, Dr. Ludwig Meyer, an Ihre Vernunft zu appellieren. Verschließen Sie sich der Zukunft nicht und verurteilen Sie die Gleichzeitigkeit von Lachen und Weinen, von Trauer und Freude nicht als Zeichen unabwendbaren Irrsinns, sondern ermöglichen Sie den geistig schwachen und erkrankten Persönlichkeiten den Erhalt oder den Wiederaufbau ihrer Würde. Durch fachgerechte Therapien können wir diese Menschen stützen und ihnen die Wiedereingliederung in unsere Gesellschaft ermöglichen.

© Oliver W. Steinhäuser


Von allen guten Geistern_Andreas Kollender_Buchblog_Oliver Steinhäuser_Blog_LiteraturSei ein Gewinner!

Im Rahmen der Blogtour verlost der Pendragon Verlag drei Kollender-Buchpakete mit jeweils einem Exemplar von „Kolbe“ und „Von allen guten Geistern“. Um an der Verlosung teilzunehmen, müssen die TeilnehmerInnen ein Lösungswort bilden. Das Lösungswort findet sich in den fünf Blogbeiträgen zu der Tour. In jedem Beitrag findet sich ein fett gedruckter Buchstabe – das Lösungswort besteht also aus fünf Buchstaben.
Zur Teilnahme an der Verlosung muss das Lösungswort an presse@pendragon.de gesendet werden. Einsendeschluss ist Freitag, der 17. März 2017 um 23:59 Uhr.

Die drei Gewinner werden aus allen Teilnehmern ausgelost. Nach der Auslosung werden die Gewinner per Mail benachrichtigt und um ihre Adressdaten gebeten. Die Adressdaten der Gewinner werden nur für den Versand benötigt und werden nicht an Dritte weitergegeben. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt Ihr euch mit diesen Bedingungen einverstanden.

Was bisher geschah
Hier finden Sie die zwei vorherigen Beiträge:

06.03. https://seitengang.wordpress.com/ Rezension
07.03. http://leckerekekse.de/wordpress Interview mit Andreas Kollender

Was morgen und übermorgen passiert
Hier finden Sie die zwei folgenden Beiträge:

09.03. https://diedunklenfelle.wordpress.com/ Ein fiktives Interview mit Ludwig Meyer
10.03. https://wortgestalt-buchblog.de/ Ein Lesetagebuch zu den „Geistern“


„Die erste Irrenanstalt ohne Gitter wurde vor 150 Jahren eröffnet“ schreibt das Hamburger Abendblatt am 4. Oktober 2014 über die Irren- und Heilanstalt Friedrichsberg.


Andreas Kollender
Von allen guten Geistern
ISBN: 978-3-86532-575-4

Blogtour: Buch- und Medienblog in den letzten Vorbereitungen

Die Blogtour zu „Von allen guten Geistern“ von Andreas Kollender beginnt morgen!

Der Buch- und Medienblog ist nun in den letzten Vorbereitungen für die Veröffentlichung seines Textes am Mittwoch, den 08. März 2017.

Während der Lektüre, der Textvorbereitung und des Schreibens sind ihm wieder einmal kuriose Dinge passiert:

blogtour_kollender_2_Buch- und Medienblog, Blog, Oliver Steinhäuser_Foto:Oliver W. SteinhäuserDie Lektüre:
18.02.2017 – Während Oliver Steinhäuser vom Buch- und Medienblog zur Lektüre im Fernzug saß, ist er promt in einen zwanzig Mann starken Junggesellenabschied geraten. Daher musste er sein Frühstück kurzerhand um ein geselliges Bier und einen XL-Kaffee erweitern.

 

blogtour_kollender_1_Blogtour, Oliver Steinhäuser, Buch- und medienblog, Foto:Oliver W. SteinhäuserThemenfindung und Auswahl:
26.02.2017
– Zur Konzipierung des Essays hangelt sich der Buch- und Medienblog an den Kernaussagen und -themen des Revolutionsveruchs im Psychiatriewesen entlang.

 

 

Verfassen des Essays:
03.03.2017 – Während des Schreibens wollte ich unbedingt Bezug auf die heilende und stimmungsfördernde Wirkung von Musik nehmen. Dabei entstand die Idee, dass das Essay ebenso ein Brief vom Protagonist Dr. Ludwig Meyer an die Gesundheitsbehörde im Deutschen Kaiserreich sein könnte. Da Revolutionen auch die obersten Stellen der Macht erreichen müssen, könnte Dr. Ludwig Meyer das in drei Tagen auf dem Buch- und Medienblog veröffentlichte Essay (Mittwoch 08.03.2017) um 1866 auch an den (Gesundheits)Minister Heinrich von Mühler geschickt haben.