Denkmal der Jugend

Einst war uns die Jugend ein herrliches Fest,
öffneten sich Türen und Tore, gar manches Portal.
Segnete Unsinn den Leichtsinn,
statt Schwere die Leere.
Floss der Wein so rein, kristallklare Zähre.
Bejubelten wir Lenze durch Tänze,
niemand fand seine Grenze;
Die Scheide an der des Menschen Sinn überschnappt.
Wollen fliegen, doch sind vorm Schwindel nicht gefeit.
Einst hieltst du in der Reifezeit kaum einen Taumel fest,
erst heute er uns zweifeln lässt.
Bald zieht ein weiterer Lenz vorbei,
stößt Lawinen los, tritt Zweifel breit.
Findest du wohl zurück zum einstigen Schneid?
Macht sich aus der Intuition der Heiterkeit
die Institution des Zweifelns breit?
Es ist ein Schatten im Verstand, der in jedem von uns lebt!
Es ist mir als schluckte ich das heiße Gift der ewigen Qual,
Könnt besser kaum brennen, wir sind alle mortal.
Und zur letzten Stunde schluckt dich das Vergessen
und niemand erinnert sich an dich.
Hebst die Jugend auf ihren Throne,
sie hält den Zepter,
reichst du ihr die Krone?
Fortuna steh mir bei!

© Oliver W. Steinhäuser

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