„Der Circle“ – Gefahren virtueller Welten – Denkanstoß

Der Cicle_LogoIch bin sehr erfreut, dass auch andere Menschen sich den Gefahren absoluter Transparenz und des unreflektierten Bewegens in sozialen Netzwerken bewusst sind und die das Gut Privatsphäre als solches erkennen und schätzen.
Elli vom wortmagieblog schreibt in ihrem Beitrag zu „Der Circle“:
„Dave Eggers Thriller ist ein wichtiges, äußerst intelligentes Buch, von dem ich allerdings befürchte, dass es viel zu wenige Menschen lesen werden und gleichzeitig die Parallelen zur Realität erkennen.“

Dieser Aussage stimme ich vollends zu, da meiner Einschätzung nach nur ein geringer Teil sich selbst und sein Handeln kritisch reflektieren wird. Denn es werden genau diejenigen den “Circle” NICHT lesen, die es am stärksten betrifft. Deren virtuelle Avatare bereits einen Großteil ihrer selbst überrollt oder ersetzt haben.
Auch mir hat “Der Circle” immer wieder aufgezeigt, wie gedankenlos wir so oft mit unseren Rechten und unserer Privatsphäre umgehen.

Immer wieder läuteten in mir die Alarmglocken, während ich mich mit dem Werk auseinandersetze, und hielten mich dazu an, darüber nachzudenken, was Urheberschaft bedeutet:
Das Rechte an einem erschaffenen Werk Existenzen sichern und das nicht alles geistige Eigentum allen gleichermaßen gehören darf. Dass konkret umgesetzte Ideen mit einem Mindestmaß an Gestaltungshöhe nicht einfach entstehen, sondern wertvolle Arbeitszeit in Anspruch genommen haben, die nicht einfach durch die Gier nach frei Zugänglichem verdrängt werden dürfen.

Der Hobbit 3: Der Buch- und Medienblog im Kino

Hobbit 3_Oliver Steinhäuser_Die Schlacht der fünf HeereHeute Morgen war der Buch- und Medienblog in einer Sondervorstellung des dritten „Der Hobbit“-Films vom Regisseur Peter Jackson. „Die Schlacht der fünf Heere“ ist der letzte Teil der dreiteiligen Verfilmung des Romans „Der Hobbit“ von J. R. R. Tolkien aus dem Jahr 1937. Er ist die Fortsetzung von „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ und das Finale eines um die eigene Vorgeschichte erweiterten sechsteiligen „Herr der Ringe“-Epos.

J.R.R. Tolkien zum Lesen:
„Der Hobbit erscheint in Wolfgang Kregs Übersetzung von 1997 in der Hobbit-Presse bei Klett-Cotta sowie im Deutschen Taschenbuch-Verlag, der außerdem „Der kleine Hobbit“ anbietet, Walter Scherfs Ur-Übersetzung von 1957. Bei Klett-Cotta gibt es verschiedene Ausgaben des „Herrn der Ringe“, das „Silmarillion“, die Vorgeschichte zu beiden, sowie die „Nachrichten aus Mittelerde“.

J.R.R. Tolkien zum Nachverfolgen:
Klett-Cotta bietet umfangreiches Begleitmaterial an, etwa den Tolkien-Atlas „Frodos Reisen“, „Die Karte von Mittelerde“ und „Die Kunst des Hobbit“ mit allen Illustrationen, die Tolkien selbst angefertigt hat.

Krimi-Preis für Jussi Adler-Olson

Der dänische Kriminalautor Jussi Adler-Olson hat im Rahmen des „Mord am Hellweg“ Festivals in Unna den Europäischen Preis für Kriminalliteratur, den „Ripper Award“, gewonnen. Die mit 11.111 € dotierte Auszeichnung wurde bereits zum vierten Mal ausgelobt.
Eine aus Autorenkollegen bestehende Jury schlägt zu diesem zweijährlich vergebenen Preis einen Kandidaten vor, der dann vom Publikum der Lesereihe bestimmt wird.
Der 1950 in Kopenhagen geborene Schriftsteller Adler-Olson nimmt den von der Sparkasse Unna gestifteten Preis am 17. März 2015 entgegen.

Buch für die Massen – Rechercheergebnisse

Wie unterscheidet sich ein Taschenbuch von der gebundenen Ausgabe (Hardcover)?

Nach gründlicher Recherche in „Das Buch für die Massen – Taschenbücher und seine Verlage“ des Tectum Verlags, ergibt sich folgendes, einwandfreies Bild:Das Buch für die Massen

Fakt ist, dass sich ein Taschenbuch äußerlich von dem gebundenen Pendant unterscheidet. Auch dann, wenn es sich dabei um den gleichen Content  – also die gleiche Erzählung/Inhalt – handelt.
Es unterscheidet sich die Art der Bindung, die Qualität des Papiers sowie der Einband. Gegenüber dem Hardcover ist das Taschenbuch ist ein einfacher ausgestattetes, in der Regel kleinformatigeres Buch mit kartoniertem Einband.

Bei Lizenzausgaben können zudem Satz, Layout und Titelbild vom Erstdruck des lizenzgebenden Verlags verwendet werden. In einigen Fällen wird das Satzbild übernommen. Das führt dazu, dass eine Satzbildlizenz an den Lizenzgeber entrichtet wird. Dies hat zum Ergebnis, dass der Inhalt der Taschenbuchausgabe gleich gestaltet ist, wie in der Originalausgabe.
Da Taschenbücher jedoch auch dazu genutzt werden, Umfang einzusparen, setzen Taschenbuchverlage in der Regel den Text neu. Durch Variablen wie Schrifttyp und -größe, Zeilenabstand sowie Kopf-, Fuß- und Seitensteg kann der Inhalt eines Buches, bei gleichbleibender Anzahl der Schriftzeichen, eingedämpft werden. Resultat ist, dass das Taschenbuch in diesem Fall weniger Seiten hat als die gebundene Ausgabe.

In dem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 3.11.2014 steht jedoch:
Alleiniges Unterschiedungsmerkmal ist demnach das Äußere“.
Genau diese Nuance verbirgt die oben genannten Feinheiten in der Differenzierung zwischen Taschenbuch und Hardcover.

Daniela Völker
Das Buch für die Massen
468 Seiten, Paperback
ISBN 978-3-8288-3353-1
Tectum Verlag 2014

Hugendubel schließt Großfläche in Stuttgart

Nachdem der Buchhändler Hugendubel im Jahr 2008 mit einer 4000 m²-Fläche in Stuttgart expandierte, gab es immer wieder Hinweise darauf, dass der ambitionierte Auftritt am Standort Königstraße – nahe des Konkurrenten Wittwer – wirtschaftlich nicht aufgeht. Nachdem zwei neue Einkaufszentren nun mit jeweils einer Osiander-Filiale in Stuttgart aufwarten, ist das Aus der derzeitigen Hugendubel-Filiale auf der Königstraße beschlossen:
Im April 2015 wird sie geschlossen.
Restlos kapitulieren möchte man bei Hugendubel jedoch nicht und sucht für die Toplage Königstraße eine kleinere, für ein neues und schlankeres Filialkonzept stimmige Fläche.

In Bezug auf meine Stellungnahme zu „Buch für die Massen“ aus der F.A.Z. vom 3.11.2014

Zur Erinnerung die betreffende Stelle des Artikels

FAZ_03112014_Buch für die Massen2

Heute telefonierte ich mit „Tectum – Der Wissenschaftsverlag“, um der Aussage , das Taschenbuch unterscheide sich nur äußerlich von der gebundenen Ausgabe, aus dem Artikel „Buch für die Massen – Das Taschenbuch und seine Verlage“ auf den Grund zu gehen.
Ad-hoc konnte der Verlag mir keine Auskunft darüber geben, ob die Zusammenfassung des F.A.Z-Artikels fehlerhaft war, oder ob der Sachverhalt in dem im September 2014 veröffentlichten Buch „Buch für die Massen – Das Taschenbuch und seine Verlage“ nicht korrekt, oder missverständlich beschrieben wurde.

Aus diesem Grund geht mir in der kommenden Woche ein Exemplar des Titels zu, um meine Recherchearbeit zu unterstützen.

Weiteres dazu nach Sichtung des Werks.

Oliver W. Steinhäuser

Buch für die Massen

In der Montagsausgabe vom 3.11.2014 der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurde der unwissende Leser informiert. Leider erfolgte diese Aufklärung nicht vollständig korrekt.

Anbei zunächst der Betreffende Scan des Artikels von Jochen Zenthöfer:
(Mit einem Klick auf den Artikl öffnet sich eine zoombare Vorschau, die das Lesen erleichtert)

FAZ_03112014

Hier wird behauptet, ein Taschenbuch unterscheide sich lediglich äußerlich von seinem hochwertigerem Pendant, der gebundenen Ausgabe (Hardcover).

Nicht eindeutig definiert wird in dem Artikel, was des Autors Meinung nach „äußerlich“ bedeutet.
Ist das Cover äußerlich?
Ist die einzelne Seite äußerlich? Was sie definitiv ist, wenn ich das Buch um 180° aufschlage.

Meiner Meinung nach ist das innere eines Buches die Geschichte an sich, denn das Buch ist (nur) das Speichermedium, nur Hülle, also äußerlich.
Dieser These nach hat der Autor, Herr Zenthöfer recht. Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass er außen und innen, frei nach meiner Interpretation definiert.

Deshalb finde ich es wichtig zu erwähnen, dass die Taschenbuchausgabe auch innerlich von dem Hardcover abweichen kann. Zwar stimmt es, dass der Text zu 100 % übernommen wird und nicht etwa Worte verschwinden.
Was jedoch verschwindet: Zeilenabstand, Kopf-, Bund-, Außen- und Fußsteg. Und mit ihnen der Weißraum, der es dem Auge erleichtert einen Text zu lesen.